Perth. Mehr als Skyline.

Wale vor der Küste, Quokkas auf Rottnest

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Vom Kings Park aus lässt sich Perth gut überblicken: die Hochhäuser der Innenstadt, der Swan River, die Stadt am Wasser. Einer der besonderen Lebensräume der Region bleibt dabei unsichtbar. Er liegt vor der Küste, tief im Indischen Ozean.

Der Perth Canyon ist eine große Unterwasserschlucht. Seine Form und die Meeresströmungen begünstigen, dass nährstoffreiches Wasser nach oben gelangt. Das fördert das Wachstum von Plankton und schafft die Grundlage für ein reiches Nahrungsangebot. Krill, kleine Krebstiere, zieht hier Blauwale an.

Zu ihnen gehören Zwergblauwale, eine Unterart des Blauwals. Der Name klingt bescheiden für einen Verwandten der größten bekannten Tierart, die jemals auf der Erde gelebt hat.

Wer Wale beobachten möchte, muss deshalb genauer planen, als es das Wort „Walbeobachtung“ vermuten lässt. Zwischen März und Mai werden Ausfahrten zum Perth Canyon angeboten. Von September bis November ziehen Buckelwale an Perths Küste und Rottnest Island vorbei. Welche Walarten man beobachten kann, hängt auch von der Jahreszeit und dem Fahrtgebiet ab.

Eine gebuchte Walbeobachtung bleibt dabei zunächst eine Vereinbarung zwischen Menschen. Der Wal hat sie nicht unterschrieben.

Auch an Land liegen Stadt und Natur dicht beieinander. Der Kings Park umfasst rund 400 Hektar; etwa zwei Drittel sind als Buschland geschützt. Auf Rottnest Island leben Quokkas. Weiter nördlich stehen die Kalksteinsäulen der Pinnacles.

Ein Lächeln ist keine Zusage

Auf Rottnest Island, auch Wadjemup genannt, wird aus einer Wildtierbegegnung schnell ein Fototermin. Die Insel erreicht man mit der Fähre. Sie beherbergt die größte wilde Quokka-Population. In freier Wildbahn kommt die Art nur in Westaustralien vor.

Quokkas sind überwiegend nachtaktive Pflanzenfresser. Tagsüber ruhen sie häufig im Schatten. Durch ihre Gesichtsform und beim Hecheln wirken Quokkas auf uns, als würden sie lächeln. Über ihr Wohlbefinden sagt das wenig aus.

Für das Foto wirkt es schon mal wie eine Zusage. Dabei hat bisher nur einer von beiden beschlossen, ein Selfie zu machen.

Die Art gilt als gefährdet. Lebensraumverlust und eingeschleppte Füchse und Katzen setzen ihr zu. Für Besucher gilt: Abstand halten, weder anfassen noch füttern.

Das Quokka wohnt hier. Wir haben lediglich ein Fährticket.

Ein Stück Ozean zwischen Sand und Steinen

Rund 200 Kilometer nördlich von Perth stehen im Nambung-Nationalpark Tausende Kalksteinsäulen: die Pinnacles. Sie sind teils schmal und scharfkantig, teils breit und gedrungen. Einige werden mehrere Meter hoch.

Wie sie entstanden, ist nicht abschließend geklärt. Ihr Kalkstein geht auf Sande aus zerbrochenen Muschelschalen zurück, die der Wind ins Landesinnere trug. Selbst zwischen Sand und Steinen steckt hier also ein Stück Ozean.

— Melanie Voigt

Quellen

Bildnachweis

Bildvorlage: Hesperian, „Quokka family“, via Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 3.0.

Für das Titelbild mit KI bearbeitet, zugeschnitten und mit Schrift ergänzt.


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