
Das Flugzeug landet.
Die Räder setzen auf.
Jemand klatscht.
Nicht immer.
Aber oft genug, dass niemand überrascht wirkt.
Das Interessante ist nicht der Applaus.
Das Interessante ist, was danach passiert.
Kaum schlagen irgendwo ein paar Hände aufeinander, taucht zuverlässig jemand auf, der erklärt, warum man nicht klatschen sollte.
Der Pilot habe schließlich nur seinen Job gemacht.
Dem Busfahrer applaudiere ja auch niemand.
Dem Lokführer ebenfalls nicht.
Menschen kennen erstaunlich viele Vergleiche, sobald andere Menschen Freude zeigen.
Dabei scheint niemand besonders betroffen.
Die einen klatschen.
Die anderen klatschen nicht.
Eigentlich könnte die Geschichte damit zu Ende sein.
Ist sie aber nicht.
Denn Flugzeugapplaus ist längst mehr als Flugzeugapplaus.
Er ist eine Gelegenheit.
Für die einen, in die Hände zu klatschen.
Für die anderen, die Augen zu verdrehen.
Und beide Gruppen wirken dabei erstaunlich zufrieden.
Vielleicht wird im Flugzeug deshalb geklatscht.
Nicht für die Landung.
Sondern damit sich alle wiederfinden.
Die einen an den Händen.
Die anderen an den Kommentaren.
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