Es gibt Sätze, die machen mich misstrauisch

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Nicht, weil ich besonders rebellisch bin.

Ich bin eher die Art Mensch, die Einkaufswagen zurückbringt, Termine einhält und Bedienungsanleitungen zumindest kurz überfliegt, bevor sie etwas falsch macht.

Mein Problem beginnt bei Sätzen wie:

„Das macht man eben so.“

Warum macht man das so?

Weil man das eben so macht.

Warum ist das sinnvoll?

Weil das schon immer so war.

Ich habe Fragen.

Und offenbar ist das für manche Menschen bereits der Beginn einer kleinen Revolution.

Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Stimmung verändert, wenn jemand fragt:

„Warum eigentlich?“

Nicht laut.

Nicht provokant.

Einfach neugierig.

Plötzlich wird geräuspert.

Blicke wandern durch den Raum.

Und irgendjemand sagt:

„Das war schon immer so.“

Als wäre Tradition automatisch ein Argument.

Für viele scheint das zu reichen.

Für mich nicht.

Vielleicht beginnt Veränderung gar nicht mit einem Protest.

Nicht mit einem Aufstand.

Sondern mit einer einzigen Frage:

„Moment mal.“

Vielleicht ist das gar kein Problem.

Sondern Haltung.

Und je älter ich werde, desto mehr halte ich das für eine meiner sympathischeren Eigenschaften.


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